172 shaares
- Absage an den seit der Aufklärung betonten Primat der Vernunft (ratio) und an die Zweckrationalität (die bereits in der Moderne erschüttert wurden), 2. Verlust des autonomen Subjekts als rational agierende Einheit, 3. Neue Hinwendung zu Aspekten der menschlichen Affektivität und Emotionalität, 4. Ablehnung oder kritische Betrachtung eines universalen Wahrheitsanspruchs im Bereich philosophischer und religiöser Auffassungen und Systeme; 5. Verlust traditioneller Bindungen, von Solidarität und eines allgemeinen Gemeinschaftsgefühls; 6. Sektoralisierung des gesellschaftlichen Lebens in eine Vielzahl von Gruppen und Individuen mit einander widersprechenden Denk- und Verhaltensweisen; 7. Toleranz, Freiheit und radikale Pluralität in Gesellschaft, Kunst und Kultur; 8. Dekonstruktion, Sampling, Mixing von Codes als (neue) Kulturtechniken; 9. Zunehmende Zeichenhaftigkeit der Welt (siehe auch Semiotisches Dreieck und Baudrillard); 10. Versuche der Abkehr von ethno- und androzentrischen Konzepten